So sieht es in unserer Küche nach einem Tag Gebastel und Generve aus.
Schwiegervater musste unbedingt sofort den tropfenden Wasserhahn “in Ordnung” bringen.

Das Ergebnis seines Wütens: Ein nicht benutzbares Spülbecken, ein Abfluss, der jetzt auch repariert werden muss, ein schmollender 80jähriger Greis, ein immer noch tropfender Wasserhahn und — ein höchst amüsierter Grinch.

Besonders getroffen hat den alten Mann, daß ich ihm vorgerechnet habe, WIE sinnlos sein Aktionismus ist – bis jetzt ca. 40€ an Material- und Fahrtkosten, ohne “Arbeitszeit”, gegenüber verschwendetem Wasser für ca. 5€ PRO JAHR.
Und jetzt muss er auch noch Ersatzteile für den Abfluß besorgen und sich damit rumquälen, alles wieder hinzukriegen, weil ich den Mist bestimmt nicht geradebiegen werde.

Wird ihn wohl noch mal ‘nen Hunderter für den Klempner kosten…

Liebe Fertigmischungspanscher

Wenn ihr euch mal wieder darauf besinnen würdet, wie ein anständiges nahrhaftes und wohlschmeckendes Brot gebacken wird, anstatt genau denselben Industriematsch zusammen zu rühren, wie die Lieferanten der Discounter, dann würden wir Kunden auch einen Unterschied bemerken.
Aber Fertigbackmischungen und Industriearomen VON HAND zusammenrühren reicht nicht, um uns Kunden Geld abzuknöpfen.So eine medienwirksame Klage gegen einen großen Gegner, der angeblich das Handwerk kaputt macht, hat ja auch viele schöne Publicity zur Folge. Ist zwar albern, aber medienwirksam.
Nur ändert sie überhaupt nichts am Niedergang des Lebensmittelhandwerks. Das gräbt sich sein Grab nämlich ganz alleine, indem es seine Produkte dem Industriefraß immer ähnlicher macht.

So long

Hier geht es zum Artikel in den Aachener Nachrichten

Kürzlich las ich diesen Artikel in der Onlineausgabe der Zeit. Das bringt mich dazu mir hier mal was von der Seele zu schreiben.

Auf den ersten Blick scheint der Zeitartikel nichts mit meinem „Problem“ zu tun zu haben.

In ihm geht es um die Journalistin, Schriftstellerin und ehemalige Herausgeberin der „Zeit“, Marion Gräfin Dönhoff; in meinem Artikel wird es um die Preisgestaltung beim Bogenbau gehen.

Das Verbindungsglied zwischen beiden Dingen sind die Begriffe „Maßstab“ und „Integrität“.

Gemeinsam mit einem Freund habe ich eine Serie von dreiteiligen Jagdrecurves entwickelt und vertreibe sie jetzt über meine Geschäftshomepage.

Diese Bögen sind sehr leistungsfähig, aber schlicht in der Gestaltung.

Ihr versteht sicher, dass ich hier die Kalkulation nicht öffentlich machen will, aber sie ist solide und sichert uns einen großzügigen Verdienst.

Trotzdem werden wir auf einmal von der „Konkurrenz“ angefeindet und es wird uns vorgeworfen, dass wir mit unseren „Dumpingpreisen“ das Preisgefüge zerstören würden.

Die Begründung dafür ist in meinen Augen geradezu hanebüchen.

Kurz gefasst lautet sie:

„Wir zerstören das Preisgefüge, weil wir unseren Kunden nicht soviel Geld abnehmen, wie wir könnten. Dadurch, dass wir mit einer Gewinnspanne zufrieden sind, die wir für angemessen halten, zwingen wir die Konkurrenz ihre Preise zu senken.“

Liebe Leute, wo leben wir denn??

Ich lasse mir doch die Preisgestaltung meines eigenen Geschäftes nicht von den Mitbewerbern vorschreiben.

Ich mache ein „ehrliches“ Geschäft. Hier kommt dann die Gräfin Dönhoff ins Spiel und mit ihr der Begriff der Integrität. So, wie diese Frau als Journalistin ihren Lesern immer alle Fakten an die Hand gegeben hat und ihnen so die Möglichkeit gab, sich ein eigenes Bild zu machen, genau so schwatze ich meinen Kunden nichts auf und nehme sie nicht aus. Das erlaubt es mir, jeden Morgen ruhigen Gewissens in den Spiegel zu schauen und es beschert mir ein nachhaltiges Geschäft.

Fast jeder Kunde von mir kommt wieder und kauft ein zweites und drittes Mal bei mir ein.

Ich kann meine Preisgestaltung guten Gewissens vor meinen Kunden rechtfertigen.

Wer das nicht, beziehungsweise nur damit kann, das andere Anbieter auch nicht billiger sind, der betrügt seine Kunden und das wird auf Dauer immer bestraft.

Was mich an der ganzen Geschichte so erschreckt und ärgert ist, dass bei den Gegnern auch einige Leute dabei sind, die ich bisher zu den „Netten“ gezählt habe.

Offensichtlich hört aber tatsächlich bei Geld alle Nettigkeit auf.

Aber wir werden ja sehen, wer von uns Recht hat und dauerhaft im Geschäft bleibt.

Damion

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