So sieht es in unserer Küche nach einem Tag Gebastel und Generve aus.
Schwiegervater musste unbedingt sofort den tropfenden Wasserhahn “in Ordnung” bringen.

Das Ergebnis seines Wütens: Ein nicht benutzbares Spülbecken, ein Abfluss, der jetzt auch repariert werden muss, ein schmollender 80jähriger Greis, ein immer noch tropfender Wasserhahn und — ein höchst amüsierter Grinch.

Besonders getroffen hat den alten Mann, daß ich ihm vorgerechnet habe, WIE sinnlos sein Aktionismus ist – bis jetzt ca. 40€ an Material- und Fahrtkosten, ohne “Arbeitszeit”, gegenüber verschwendetem Wasser für ca. 5€ PRO JAHR.
Und jetzt muss er auch noch Ersatzteile für den Abfluß besorgen und sich damit rumquälen, alles wieder hinzukriegen, weil ich den Mist bestimmt nicht geradebiegen werde.

Wird ihn wohl noch mal ‘nen Hunderter für den Klempner kosten…

Liebe Fertigmischungspanscher

Wenn ihr euch mal wieder darauf besinnen würdet, wie ein anständiges nahrhaftes und wohlschmeckendes Brot gebacken wird, anstatt genau denselben Industriematsch zusammen zu rühren, wie die Lieferanten der Discounter, dann würden wir Kunden auch einen Unterschied bemerken.
Aber Fertigbackmischungen und Industriearomen VON HAND zusammenrühren reicht nicht, um uns Kunden Geld abzuknöpfen.So eine medienwirksame Klage gegen einen großen Gegner, der angeblich das Handwerk kaputt macht, hat ja auch viele schöne Publicity zur Folge. Ist zwar albern, aber medienwirksam.
Nur ändert sie überhaupt nichts am Niedergang des Lebensmittelhandwerks. Das gräbt sich sein Grab nämlich ganz alleine, indem es seine Produkte dem Industriefraß immer ähnlicher macht.

So long

Hier geht es zum Artikel in den Aachener Nachrichten

Das Urteil des BGH zur aktiven Sterbehilfe, oder wie es im Juristendeutsch heißt: “Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen auf der Grundlage des Patientenwillens” hat für einigen Wirbel in meiner Bekanntschaft gesorgt.

Mein eigener Zugang zu dem Thema ist wie meistens ziemlich einfach und gradlinig. Die Kurzfassung bildet die Überschrift dieses Textes.

Ein Schlüsselerlebnis für mich war das langsame Sterben meiner Großmutter. Wobei Sterben ein höchst euphemistischer Ausdruck für ein, in meinen Augen menschenunwürdiges, Verrotten bei lebendigem Leibe ist.

Zum Schluß lag sie als lebende Leiche, blind, taub, geistig verwirrt und unfähig zu jeder selbstständigen Handlung in einem Aachener Pflegeheim. Der Körper wurde künstlich ernährt und alle 2 Stunden kam jemand und drehte den Kadaver auf die andere Seite, um einen Dekubitus zu vermeiden. In dieser Situation bedrängte dann ein Mediziner meine Mutter, ihre Einwilligung zu einer Herzoperation zu geben, damit dem lebenden Leichnam meiner Oma ein Schrittmacher eingesetzt werden könnte. Damit könne sie noch gut 10 -15 Jahre “weiterleben”.

Dieser Dr. Frankenstein war hell empört, als meine Mutter die Einwilligung verweigerte und unterstellte ihr, sie wolle ihre Mutter nur schnellsten loswerden. Leider war Pflegepersonal anwesend, das mich gehindert hat, den Arsch mit seinem eigenen Stethoskop zu erwürgen.

Der Vorfall hat meine Einstellung zum eigenen Sterben entscheidend geprägt. Ich will keinesfalls so entwürdigt und entmündigt verrecken. Für mich besteht einer, wenn nicht DER fundamentale Unterschied zwischen Mensch und Tier darin, daß der Mensch die Fähigkeit hat jederzeit zu entscheiden sein Leben zu beenden. Dabei steht es niemand anderem zu, diese Entscheidung als Zeichen eingeschränkter Geisteskraft zu brandmarken und denjenigen zu entmündigen, indem er ihn einsperrt und /oder zwangsweise medikamentiert und am Leben erhält.

Ich empfinde es als grenzenlose Arroganz des Mobs, daß in unserer ach so kultivierten Welt, jeder, der das Pech hat einen Suicid zu überleben, erst mal als psychisch krank beurteilt wird. Es erschreckt mich zutiefst, wenn ich in Gesprächen mit alten Leuten bemerke, wie tief diese Einstellung verwurzelt ist.
Da redet man über die Probleme des Älterwerdens, darüber, wie wenig man als Tattergreis noch vom Leben hat, wie teuer es ist, daß sie alleine sind und so weiter. Dann sage ich irgendwann: “So alt will ich garnicht werden.” und prompt wird der Untergang des Abendlandes eingeläutet.
So darf ich nicht denken, Ziel des Lebens muss sein möglichst alt zu werden und überhaupt muss ich mehr für meine Gesundheit tun, damit ich meinem Sohn und eventuellen Enkeln möglichst lange erhalten bleibe. Merkwürdig bloß, daß bei all diesen Argumenten, die mir da dann um die Ohren geschlagen werden, nie von MIR die Rede ist. Es ist zwar mein Leben und Sterben, über das geredet wird, aber es geht immer nur um die Folgen für ANDERE Leute.
Immer wird betont, daß ich mir doch Gedanken darum machen muss, was ich meiner Umgebung mit einem Freitod antäte.

Eher wütend als betroffen macht mich die Darstellung der Thematik Freitod / Ablehnung von lebensverlängernden Maßnahmen/ Patientenverfügung in den meisten Medien. Es wird so getan, als wären nur Psychopathen oder egozentrische, potentielle, Mörder unterwegs. Es wird darüber spekuliert, ob man überhaupt sicher sein kann, daß eine Patientenverfügung tatsächlich von der verreckenden Oma stammt. Viel wahrscheinlicher scheint ja zu sein, daß der Sohn oder Enkel die Alte einfach billig quit werden will. Leute die im Angesicht einer unausweichlichen Diagnose – Ja, ich weiß, es könnte ja morgen ein medizinisches Wunder geschehen – eine Verfügung aufsetzen werden von willfährigen Frankensteinmedizinern zu unzurechnungsfähigen Irren gestempelt, weil ja (implizit) nur sie befähigt sind, kraft ihres Arztseins, im Angesicht des Todes rationale Entscheidungen zu treffen. Und der deutsche Michel nickt dazu mit seiner Schlafmütze…..

Damit wir uns richtig verstehen, mir ist bewußt, daß es sich um ein komplexes Thema handelt.
Aber letztendlich führt für mich kein Weg daran vorbei, daß MEINE Entscheidung gefälligst zu akzeptieren ist.
Ohne ganz konkreten Verdacht, da? etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte, hat kein Arzt, Pfaffe, Politiker, Anwalt oder wer auch immer meine Entscheidung, mein Leben zu beenden, anzufechten.

Michael

P.S. Bei der Geschichte mit meiner Oma ging es dem Arzt, meiner festen Überzeugung nach, nur darum, dem Pflegeheim eine einfache Einnahmequelle zu erhalten. Geld ist in dieser Diskussion etwas, daß mir bisher nur als “Mordmotiv” begegnet ist…….

Freitagmorgen, 10.00 Uhr, am 18.06.2010 und in Monschau geht die Straßenbeleuchtung an.
Muss irgendwas mit dem sogenannten “Finsteren Mittelalter” zu tun haben….

Erleuchtung im finsteren Mittelalter

Vielleicht sollte die Stadt aber auch nur einfach mal die Einstellung der Dämmerungsschalter überprüfen.

So macht mir Rot-Grün Spaß!

Eigentlich kann mir der ganze Zirkus mit der OGS ja ziemlich egal sein. Ich bin nicht betroffen, meine Brut ist alt genug, um alleine klar zu kommen und Maulschellen zu kassieren, wenn sie Mist baut. Aber das Beispiel dafür, wie man eine gute Idee an die Wand fährt und Steuergelder veschwendet ohne wirklichen Nutzen zu erzielen, daß die Grundschule eines Nachbarortes liefert, ist einfach zu schön, um darüber hinweg zu sehen.

Da wird im März 2010 eine Umfrage an die Eltern gestartet, wie hoch denn der Betreuungsbedarf während der Schulferien sei. Dabei lautet das Angebot der Schule: 1 Woche Betreuung jeweils während der Oster- und Herbstferien und 2 Wochen während der Sommerferien. Natürlich kann man im Vorhinein noch nicht sagen, welche Wochen man anbieten wird und selbstverständlich kostet die Betreuung während der Ferien zusätzliches Geld.

Jetzt denken wir mal einen Augenblick scharf nach…..

Die Anfrage wird im März gestartet, wenn so gut wie alle Berufstätigen ihre Urlaubsplanung schon lange zwangsweise abgeschloßen haben. Üblicherweise muss bis spätestens Mitte Februar der Jahresurlaub eingereicht sein. Es wird noch nicht einmal festgemacht an welchen Wochen ich mein Kind denn in die Betreuung geben könnte und für diese ganze Mogelpackung soll ich auch noch zusätzlich zahlen. Denn ich zahle sowieso schon Betreuungskosten für ein ganzes Jahr, weil ich nur dann Geld zurückbekommen könnte, wenn mein Kind in einem Monat mindestens 3 Wochen nicht an der OGS teilnimmt. Von langwierigen Krankheiten abgesehen trifft das höchstens für die Sommerferien zu.

Die Resonanz wird wohl entsprechend gering ausfallen und damit wäre dann der Beweis erbracht, daß kein Bedarf besteht….

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