Die Flüsse von London

Peter Grant, die Hauptperson – Obwohl man darüber streiten kann – in der Fantasyreihe „Die Flüsse von London“, ist ein frisch gebackener Constable der Londoner Polizei.
Er begegnet bei einem Einsatz in der City einem Gespenst.
So beginnt ungefähr die Geschichte, die ein Bekannter mal mit den Worten „Was wäre, wenn Harry Potter Polizist geworden wäre?“ beschrieben hat. *Hattip an Volker*

Von diesem denkwürdigen Abend an ist für Peter nichts mehr so, wie es mal war.
Nicht nur muss er sich an die reale Existenz von Magie und magischen Geschöpfen in seiner naturwissenschaftlich geordneten Welt gewöhnen, viel schlimmer ist, daß deren Existenz seinen höchsten Vorgesetzten immer schon bekannt war und man sogar „diplomatische“ Beziehungen zu einander unterhält.
Er erfährt, daß es eine eigene Abteilung für Magie bei der Polizei gibt. Diese bestand zuletzt nur aus einem Beamten, da man glaubte, es gäbe kaum noch Magie in der Welt und Zauberei würde in der Polizeiarbeit nicht mehr benötigt.
Das stellt sich als Trugschluß heraus und so gibt es bald einen zweiten Beamten in dieser Abteilung.
Genau……

Peter muss nun lernen, sich in einer Welt zurecht zu finden, die wesentlich weniger fest gefügt erscheint, als die, die er bisher kannte. Nicht nur definiert die Magie die Grenzen des Möglichen neu, es kommt ein ganzes Geflecht von Verpflichtungen und Beziehungen dazu.
Hier gibt es weniger Gesetze als viel mehr ein schlüpfriges Wirrwarr alter Absprachen, familiärer Verbindungen und Jahrhunderte alter Gebräuche und viele der mächtigen magischen Wesen haben in der realen Welt der Gesetze und Geschäfte genauso viel Macht wie in der Welt der Magie.

Bisher sind 6 Bände in dieser Reihe erschienen und ich habe jeden davon mit großem Vergnügen gelesen.
Es macht großen Spaß zu lesen, wie Peter immer wieder hartnäckig versucht Magie und wissenschaftliches Denken sowie seine Jugend als Kind der 80er in Einklang zu bringen, dabei nicht zu sterben und auch noch eine Beziehung zu führen.

Jeder Band ist irgendwie anders als der Vorgänger, behandelt andere Aspekte der magischen Welt und doch bilden sie alle eine zusammenhängende Geschichte.
Diese Geschichte habe ich, bei aller vorhandenen Brutalität und Grausamkeit, nie als vordergründig reißerisch empfunden.
Die schrecklichen Dinge, die einigen Leuten zustoßen, ergeben im Rahmen der Erzählung Sinn. Sie sind kein Selbstzweck.

Wer einmal spannende Urban Fantasy ohne Dämonen, Werwölfe und Weltuntergangsflüche lesen will wird hier erstklassig bedient.
Von mir gibt es diesmal die volle Punktzahl – 5 von 5 Sterne

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