Telefonat mit dem Arkham Asylum

Es ist Donnerstagmorgen, ca. viertel nach Acht. Ich sitze bei der ersten Kanne Kaffee des Tages gemütlich am Küchentisch, als das Handy vibriert.
Kurzer Blick auf das Display. Anruf mit unterdrückter Rufnummer, nehme ich sowieso nicht an. Die Vibration endet. 5 Minuten später, das Handy vibriert wieder, wieder Anruf mit unterdrückter Rufnummer.
Ich bin ganz groß im Ignorieren und gieße mir noch einen Kaffee ein. Im Abstand von zwei bis fünf Minuten erfolgen die Anrufe Nummer drei bis zehn.
Nummer elf nehme ich dann aus purer Neugier an.

„Firma Eifelpfeil, Michael Kie…“
„ICH VERSUCHE JETZT MINDESTENS ZUM ZEHNTEN MAL, SIE ZU ERREICHEN. WARUM NEHMEN WIE NICHT AB?“

Einigermaßen verblüfft gucke ich das Gerät an, das mich da so anbrüllt und unterbreche die Verbindung.
Da ist noch Kaffee in der Kanne.

Das Handy meldet sich wieder. Unterdrückte Rufnummer……
Den dritten Anruf nehme ich wieder an.

„WAS FÄLLT IHNEN EIN, EINFACH DIE VERBINDUNG ZU UNTERBRECHEN? ICH…“
„ERSTENS HEIßT DAS GUTEN TAG, DU BAUER! ZWEITENS WILL ICH WISSEN, MIT WEM ICH REDE! UND DRITTENS SCHREI MICH NICHT AN, DU PROLET!“

Ich lege auf. Bis ich meine Kanne Kaffee leer getrunken habe zähle ich noch 17 Anrufversuche.

Mittags finde ich auf dem Handy folgende SMS:
„Da Sie sich weigern, mit mir telefonisch zu kommunizieren, teile ich Ihnen hiermit mit, daß ich Sie am Samstag um 14:00 aufsuchen werde, um mir Ihre Bögen anzusehen.“
Meine Antwort lautete:
„Die Tür bleibt zu.“

Jetzt bin ich gespannt.

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Ein Kommentar zu Telefonat mit dem Arkham Asylum

  1. Ich grinse. Und bin gespannt auf die Fortsetzung…

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