Neues aus Neuschwabenland

Aus den Tagebüchern des Führers (Adjutanten), so der Untertitel, liefert einen umfassenden, natürlich sehr persönlich gefärbten Einblick, in das Leben auf Basis 211.
Friedrich von Humpitz läßt uns an seinen Gedanken und am Leben in dieser abgeschotteten Gemeinschaft verschworener, aufrechter, Nazis teilhaben.
Diese Dokumente strafen all jene Besserwisser Lügen, die Gerüchte über die Existenz einer geheimen Nazibasis am Südpol, Flugscheiben und unbegrenzte freie Energie großmäulig ins Reich der Fabeln und Verschwörungstheorien verwiesen haben.

Die Hitler-Tagebücher waren ein Dreck dagegen

Die Hitler-Tagebücher waren ein Dreck dagegen

In dem Buch von Alex Jahnke kriegen sie Alle ihr Fett weg, die Reichsflugscheibengläubigen, die Vrilprediger und Hohlerdenbewohner.
Sie haben es geschafft die Aliens vom Aldebaran auf die Erde zu lotsen, aber die haben sich einmal umgeschaut und sind dann lieber direkt im Erdinnern verschwunden und haben die Türe hinter sich fest zu gemacht, als sich mit ihren Rettern abzugeben.
Immerhin haben sie ein paar technische Spielereien da gelassen.
So hocken jetzt aufrechte Arier frustriert am Südpol, umgeben von marodierenden Pinguinen und eingewanderten Eisbären, abhängig von der Versorgung durch den einzigen Verbündeten, der ihnen noch geblieben ist und versuchen ihren lebendmumifizierten „Führer“ bei Laune halten, sowie Terror auf Ikeaparkplätzen zu verbreiten.

Neues aus Neuschwabenland hat mir viel Spaß gemacht.
Es ist einfach sehr amüsant, Friedrich von Humpitz dabei zu zu sehen, wie er versucht, sich das Leben erträglich zu gestalten. Trotz technischer Überlegenheit, unbegrenzter Energie und Beherrschung der Magie ist Basis 211 letztendlich nichts Anderes als ein nutzloser, vergessener Militärposten.
Darüber läßt sich herzlich lachen. Außerdem ist es auch eine treffsichere Satire auf den Alltag in einer großen Firma.
Auch dort müssen Vorgesetzte bei Laune gehalten, Untergebene in Angst versetzt und die eigene Position gesichert werden. Nebenbei darf das „Betriebsklima“ nicht zu sehr leiden.

Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

 

Dieser Beitrag wurde unter Buecher, Gelesen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.