Webcon2013 – Eine Nachlese

Am 26.10.2013 fand in Aachen die zweite Webcon „an gewohnter Stelle“ statt.
In diesem Jahr hatte ich meine Altstadtkumpeline Renate mitgeschleppt und konnte so bequem und gemütlich im PKW anreisen.

Renate

Renate freut sich

Außerdem konnten wir die interessanten Talks unter uns aufteilen. Und davon gab es eine ganze Menge. In fünf von den sechs Slots musste ich mich zwischen mindestens zwei, manchmal sogar drei Vorträgen entscheiden. Glücklicherweise fand Renate immer einen der anderen Vorträge sowieso interessanter. So konnten wir zusammen eine Menge Themen abgrasen und werden wohl noch einige Zeit damit verbringen unsere Eindrücke und Infos auszutauschen.
Aber der Reihe nach…

Nach einer entspannten Anreise bei allerbestem Herbstwetter, einem Parkplatz quasi vor der Haustür, konnte der Tag eigentlich nur noch gut werden.
Freundliche Begrüßung am CheckIn und direkt ein paar Bekannte geknuddelt. Dann ging es erst mal ins Bistro, den Koffeinpegel wieder auf Betriebsniveau bringen.
Dankenswerterweise hat die Fachanwaltskanzlei Rewisto die komplette Getränkeversorgung gesponsert.
So brauchte da niemand zu knausern.

Auftaktsession

Auftaktsession

Bei der Welcomesession gab es dann gleich ein eindrucksvolles praktisches Beispiel wie man sich mit seinem „Engagement“ in der Social Media Szene so richtig auf die Schnauze legen kann.
Die Aachener Werbeagentur mohr&more (Nein! Ich werde den Verein hier nicht verlinken!) hatte einen gültigen Sponsorenvertrag (Cupcakes) unterschrieben und hat dann einfach nicht geliefert. Nach der Unterzeichnung des Vertrages sind sie abgetaucht und waren wohl auch auf mehrfache Nachfrage nicht für die Veranstalter der Webcon erreichbar. Die Sache wurde natürlich genüßlich ausgeschlachtet (Versuche ich hier ja auch gerade) und der Zettel an der Wand des Sponsorenraumes dürfte zu den meistphotographierten Motiven der Veranstaltung gehören.

Das kommt davon

Das kommt davon

Der erste Vortrag, den ich mir angehört habe, war dann „Cloud-Dienste im Praxiseinsatz“.

Andi01Andreas Herten stellte verschiedenste Clouddienste vor und erklärte am Beispiel seiner eigenen Anforderung an Speicher, Zugriffsmöglichkeiten, Verschlüsselung und Automatisierung die Unterschiede zwischen den verschiedenen Diensten.
Er zeigte, daß es auch in Zeiten von NSA-Totalüberwachung noch Möglichkeiten gibt, seine Daten zumindest einigermaßen zu schützen.

Andi02
Am Ende seines Vortrages stellte er dann sein eigenes Setup vor und begründete warum er ausgerechnet diese Wahl getroffen hat.
Mich hat seine Präsentation jedenfalls dazu inspiriert, meine Versuche mit der Cloud nochmals aufzunehmen und das Wirrwarr an USB-Kabeln und externen Festplatten auf dem Schreibtisch wenigstens etwas zu lichten.

Den nächsten Vortrag hielt dann Tobias Kollewe, der Chef der Aixhibit. Sein Thema „Erfolgreich scheitern im Internet“ war ein amüsanter Parforceritt durch all die Möglichkeiten, die man hat, mögliche Kunden erfolgreich zu vergraulen.
Worst Practice sozusagen….

Gute Frage

Gute Frage

Meine Kunden werden zwar auch weiterhin Versandkosten bezahlen müssen – Sorry! – aber ich habe einige Denkanstöße mitgenommen und werde meine eigene Seite demnächst mal aus Kundensicht betrachten.

Weil die Gespräche gerade sehr interessant waren und ich auch ein wenig müde, habe ich die Mittagspause über den 14:00-Slot ausgedehnt.
Außerdem hatte Rene ein neues Spielzeug dabei.

Haben will!!

Haben will!!

So verbrachte ich viel Zeit auf dem Hof und schaute dem Quadrocopter bei seinen Kapriolen zu.
Auch sowas gehört einfach zur Webcon dazu.

Rene

Mein nächster Vortrag war für mich die Überraschung der diesjährigen Veranstaltung.
„Mein Online-Shop – und die lästigen Verbraucher“ hatte sich für mich nach einem ähnlichen Thema wie Tobias‘ Vortrag angehört und so hatte ich eine amüsante Präsentation, mit Geschichten über unverschämte oder schlicht dumme Kunden und wie man damit am besten umgeht, erwartet.
Als sich der Referent (Alexandros Tiriakidis) dann als Partner der Rechtsanwaltskanzlei Rewisto und Fachanwalt für gewerblichen Rechtschutz vorstellte und die ersten Paragraphen auf den Folien auftauchten, wäre ich beinahe wieder gegangen.
Ich bin sehr froh, daß ich geblieben bin!
Herr Tiriakidis hat es geschafft das Thema Verbraucherschutzrichtlinie und ihre Bedeutung für den Betrieb von Onlineshops – so möchte ich es mal stark verkürzt zusammenfassen – verständlich und locker so zu vermitteln, daß sogar ich glaube etwas verstanden zu haben.

Weiter ging es dann mit der Präsentation von Pawel Strzyzewski.
„Von Schusterjungen und Zwiebelfischen: Typografie für Web-Entwickler“ lautete der Titel seines Vortrages.

Einführung in die Typografie

Einführung in die Typografie

Die beiden Fachbegriffe kamen zwar, wenn ich richtig zugehört habe, im ganzen Vortrag nicht vor, aber Pawel lieferte eine spannende und fundierte Einführung in die Schriftkunde und zeigte an einprägsamen Beispielen, wie die Wahl eines Fonts die Lesbarkeit und die grafische Wirkung eines Textes beeinflusst.

PawelSeiner Meinung nach sind Webfonts inzwischen so ausgereift, daß in naher Zukunft Internetnutzer von Webdesignern dieselbe typografische Sorgfalt erwarten werden, wie von Printmediengestaltern.
„Das ist so nicht umsetzbar.“ wird dann als Ausrede nicht mehr funktionieren.

Letzter Talk des Tages war für mich dann die Vorstellung des Rotation Curation Prinzips durch Sabine Nowak.

Sabine01Sabine ist eine der beiden Initiatorinnen / Betreiberinnen des Twitteraccounts @wirlebenAC
Dieser Account wird jede Woche von einem anderen Twitterer bespielt. Einzige Voraussetzung für eine Teilnahme ist es, irgendwie mit Aachen verbunden zu sein.
In dem Vortrag wurde sehr schön deutlich, welche Möglichkeiten das Prinzip „Rotation Curation“ sowohl für private, wie auch für kommerzielle oder institutionelle Accounts bietet.
Sabine zeigte aber auch eindringlich, wie viel Arbeit hinter so einem Projekt steckt.

Viel Arbeit

Viel Arbeit

Es ist eben nicht damit getan, andere Leute für sich twittern zu lassen.
Zu dem Projekt gehört zum Beispiel auch ein Blog, auf dem unter Anderem neue Curatoren vorgestellt werden.
Wegen des Aufwandes ist @wirlebenAC auch vorerst auf ein Jahr befristet.

Leider mussten Renate und ich unmittelbar nach den letzten Vorträgen schon heim fahren und konnten nicht zur Abschlußveranstaltung bleiben.

Die webcon 2013 war für mich eine rundherum gelungene Veranstaltung. Im Vergleich zur Auftaktveranstaltung 2012 haben die Organisatoren nochmals eine ordentliche Schippe drauf gelegt.
Ich freue mich jedenfalls sehr auf 2014 und habe den Termin sofort in meinen Kalender eingetragen.
Und Renate sagte mir in der Mittagspause, daß allein für die beiden Vorträge, die sie bis dahin besucht hatte, sich der Tag schon gelohnt habe.
Dabei handelte es sich übrigens um die Talks „Lokalzeitung goes digital“ von den Mediaperlen und „Adwords“ von Michael Keukert.
Ich gratuliere!

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