Kindle

Ich habe mich lange gestreubt, mir so einen Kindle anzuschaffen. Er erschien mir immer als ein kastriertes und daher überflüssiges Gerät. Zudem waren meine Erfahrungen mit dem Tablet ja nicht gerade überragend. Die Kindle-App hatte da keine Ausnahme gemacht.
Da aber eine gute Bekannte sehr begeistert von ihrem Gerät ist und es Anfang des Monats bei Amazon eine Aktion gab, bei der man einen Kindle der ersten Generation für 59,00€ erwerben konnte, habe ich da zugeschlagen
Heute habe ich das Gerät dann endlich – Dreckskarneval! – nach Hause tragen können.

Kindleverpackung und zusätzlich gekauftes Steckernetzteil

Kindleverpackung und zusätzlich gekauftes Steckernetzteil

Das Gerät wird in einem stabilen, „edlen“, schwarzen Pappkarton geliefert, der wenig mehr als den Reader und das passende USB-Kabel enthält. Natürlich stolpere ich hier auch direkt über das erste Ärgernis. Der Mini-USB-Stecker ist natürlich wieder mal kein Normstecker sondern gerätespezifisch. Wieder ein Kabel mehr in der Reisetasche….

Noch ein USB-Kabel

Noch ein USB-Kabel

Da das Gerät voll aufgeladen ausgeliefert wurde, kann ich direkt loslegen. Sehr sympathisch!
Die Anmeldung des Kindle am heimischen WLAN klappt problemlos und der erste Kauf eines eBooks ist in knapp 90 Sekunden erledigt.

In der Hand fühlt sich das Gerät gut an. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich es im Moment sogar gerne noch ein wenig schwerer. Mir fehlt das Gefühl „etwas in der Hand zu haben.“
Der Bildschirm ist tatsächlich nicht mit dem eines einfachen Tablets vergleichbar. die Darstellung ist gestochen scharf und angenehm zu lesen. Ich habe sogar die Schriftgröße noch eine Stufe unter die Voreinstellung verkleinert.
Ich muss mich allerdings immer wieder daran erinnern, daß es kein Touchscreen ist. Das zeigt, wie schnell zumindest ich mich an neue Technologie gewöhne, wenn sie einen tatsächlich intuitiv bedienbar ist.

Display

Display

Nervig finde ich bis jetzt lediglich die „Tastatur“. Die Hangelei von Buchstabe zu Buchstabe ist umständlich und langwierig. Allerdings sehe ich bis jetzt auch noch nicht, daß ich sie allzu häufig brauchen werde.
Außer dem Erstellen neuer Kategorien, um ein wenig Ordnung in die Textsammlung zu bringen, sehe ich im Moment keine Anwendung.

Jetzt muss die Zeit zeigen, ob der Kindle bei mir ein Heim findet. Bis jetzt gefällt er mir gut, aber es gibt noch Einiges auszuprobieren. Wie lange dauert das Laden, sowohl über USB als auch über Netzteil? Wie kommt er mit der Darstellung meiner eigenen PDF-Dateien klar? Wie gut lesbar ist das Display draußen? Wie haltbar ist das Gerät, wenn man es wirklich mehr oder weniger täglich mit sich rumschleppt?

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3 Kommentare zu Kindle

  1. Dirk sagt:

    Für das „Bespielen“ mit eigenen Dateien und die Sortiererei schau Dir mal „Calibre“ an. Das ist die eierlegende Wollmilchsau in diesem Bereich.
    Die Ladezeiten sind angenehm aber absolut irrelevant, da Dein Kindle vielleicht alle 4 Wochen mal das Netzteil benötigt. Daran muß man sich heutzutage erst einmal gewöhnen. 🙂

  2. Michael sagt:

    Bzgl. Haltbarkeit: Ich habe ein Kindle Keyboard seit knapp 1.5 Jahren und gehe mit dem Gerät wenig pfleglich um, sprich keine Hülle, wenn ich es in der Tasche / Rucksack dabei habe und bis jetzt hat es es mir nicht übelgenommen. Für mich eines der großen Vorteile gegenüber einem stylischen (Apple) Tablet.

    Im letzten Urlaub hatte ich den Kindle am Strand in der Sonne dabei, war kein Problem (im Gegensatz zum iPhone, auf dem ich mit Sonnenbrille dann kaum was erkenne).

    Laden dauert zumindest bei meinem mit USB Netzteil gefühlte Ewigkeiten.

  3. Pingback: Kindle – Mea culpa, mea maxima culpa | Damions Welt

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