Ich bin endlich dazu gekommen mal meine überlebenden Wikingerfiguren von Emhar (1/32) in eine kleine Szene zu basteln. Die wurden ja auch nicht besser davon, daß sie in einer Kiste in der Werkstatt rumflogen.

Angriff

Ein Stück Restholz, darauf 10mm Styropor geklebt, Bindan drauf und das ganze mit Sägespänen abgestreut (Wozu hab’ ich eine Schreinerei) – das war die Grundlage.
Anschließend wurde die Fläche mit Olivgrün und Braun eingefärbt, ein paar
Baumruinen aus den Haselresten vonm Nachbarn in eine Ecke geklebt und fertig war die Szenerie.
Dargestellt ist der Angriff zweier Wikinger auf einen Dritten.

Verteidigung

Der an den Baum
gelehnte Schild soll suggerieren, daß die Zwei überrascht wurden vom Auftauchen des Dritten.

Gesamtansicht

Ein größeres Modellbauprojekt, daß ich gemeinsam mit meinem Freund Erhard Godehardt in Angriff nehme, ist die Darstellung einer frühmittelalterlichen Handelsszene an einem Flussufer in 1/72.
Ein Wikingerschiff hat angelegt und die Nordmänner präsentieren den Bewohnern des nahen Dorfes ihre Waren. Dazwischen spielen ein paar Kinder und am Ufer stehen Schuppen und hängen Netze zum Trocknen. Das Ganze soll so etwa 50*80cm groß werden.
Da ich noch nie Wasser in einem Diorama dargestellt habe, entschloß ich mich erstmal in kleinerem Rahmen auszuprobieren, wie sowas geht. Dazu wollte ich einen Bach, der an einem Waldrand entlang fließt, darstellen.
Der Grundaufbau besteht aus 6mm starkem Sperrholz. Auf die Grundplatte habe ich eine geschwungene Uferlinie aufgeleimt, die aus 2 übereinander liegenden Plattenstücken besteht. Das bedeutet, daß der Bach in der Mitte 12mm tief wird.

Bauphase

In Natura entspräche das etwa 8,50m. Ich musste also eine vernünftige
Tiefenwirkung erzielen.
Ich habe als Erstes mal den Holzaufbau in Grün und in der Mitte des Bachlaufes einen braunen Streifen gebeizt. Darauf kam die erste Schicht eines dünnflüßigen Epoxydharzes mit langer offener Zeit. Sobald es sich überall gleichmäßig verteilt hatte, habe ich es mit olivbraunem, feinen, Streumaterial von Noch abgestreut. Nach ein paar Minuten habe ich die Oberfläche abgeblasen. Da das Material unterschiedlich stark eingesunken war entstand so eine unregelmäßige, halbdurchsichtige, Fläche.
Als nächstes habe ich den eigentlichen Uferbereich mit Bindan-Holzleim
eingepinselt und mit verschiedenen Streumaterialien von Noch und getrockneten Kräutern aus der Küche ausstaffiert.
Als Alles soweit durchgetrocknet war, kam die nächste Schicht Epoxy an die
Reihe. Diesmal habe ich das Harz mit Acrylfarbe leicht grünlich durchscheinend eingefärbt.
Außerdem habe ich ein paar Steine in die Mitte des Baches plaziert und Reet aus Sisalfaser am Ufer “angepflanzt”. Als Letztes kam noch ein größerer Ast als Hindernis in Ufernähe in den Bach.
Von jetzt an folgten immer dieselben Arbeitsschritte aufeinander. Dünne
Schichten Epoxydharz wurden durchscheinend mit verschiedenen Acrylfarben von Braun über Blau und Grün bis Gelb eingfärbt und übereinander gegossen.

Fast fertig

Zwischendurch wurden sie immer mal wieder mit verschiedenen feinen
Streumaterialien abgestreut. Dadurch, daß das Streugut nur maximal bis zur
letzten festen Schicht absinken konnte, entstand die erhoffte Tiefenwirkung. Am Ufer wurde noch eine Fichte und ein abgestorbener Laubbaum (aus Haselzweigen) angebracht.
Ich bin mit der Wirkung des Dioramas bisher eigentlich ganz zufrieden. Der
Uferbereich muss noch fertig ausgestaltet werden, das Reet gehört noch ein wenig eingefärbt und einige Fehlstellen ausgebessert.

Ufer mit totem Baum

Damit das Ganze nicht nur ein Übungsstück bleibt werde ich wahrscheinlich noch einen Magier auf dem Felsen in der Mitte plazieren und vielleicht ein oder zwei Tiere einfügen, oder einen Wassergeist, oder ein paar Orks, oder…..

Fortsetzung folgt
Das Diorama ist jetzt fertig. Zumindest habe ich es jetzt für fertig erklärt.
Am Diorama selber ist eigentlich nicht mehr viel passiert; das Ufer wurde noch ein wenig ausgestaltet und farblich schattiert, es kamen ein paar rote und blaue Farbpunkte in den dunklen Pflanzenteppich und das Reet wurde mit grüner und brauner Farbe behandelt.

Kampfmagier des Herrn der Wälder

Ich habe schlußendlich doch keine Tiere eingebaut – einfach weil ich keine  passenden Viecher zur Hand hatte. Stattdessen habe ich die Idee mit dem Magier ein wenig ausgebaut.An beiden Ufern, durch den Bach getrennt, stehen sich ein Wassermagier der Herrin vom See und ein Kampfmagier des Herrn der Wälder gegenüber. Ein Krieger der Herrin vom See ruft mit seinem Horn Verstärkung. Die Figuren sind aus HdR und eine alte RalPartha-Shadowrun-Figur. Der Kampfmagier ist die Figur des Radagast, der Krieger ist die des Boromir aus HdR.

Kampfmagier

Der Wassermagier ist eine alte RalPartha-Figur. Bemalt wurden sie mit Acrylfarben und Tinten von Vallejo.

Krieger der Herrin vom See

Wassermagier der Herrin vom See

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