Zur Zeit bin ich (mal wieder) im MMPRH-Modus, im MassivMultiParallelReadingHabit-Modus.

Neben dem Bett liegt “Die weisse Göttin” von Robert von Ranke-Graves. Der Autor gilt als einer der Väter des Paganismus und beschäftigt sich in diesem Buch mit der Analyse der poetischen Sprache in den Mythen Europas.

Anfänge des Paganismus

Auf dem Schreibtisch lümmelt “Underground Economy” von Sudhir Venkatesh einträchtig neben einem Artikel über die Bögen der Saami herum.

“Der Schatten Gottes” von Greg Keyes fristet sein Dasein derzeit in meinem Daybag, als Lektüre für unterwegs und die Pausen in der Werkstatt. Es ist der vierte und letzte Band aus dem Zyklus “Der Bund der Alchemisten”. Bin gespannt, wie der Autor die Vernichtung der Welt verhindern will…

Alchemisten und Soziologen friedlich beieinander

Heute hat mir der Postbote dann auch noch das “Golden Bough” von James G. Frazer gebracht. Auch er beschäftigt sich mit den Wurzeln von Religion, Folklore und Mythos.

Golden Bough in einer Ausgabe von 1981

Robert von Ranke-Graves bezieht sich in seiner “Weissen Göttin” häufig auf dieses Buch. Das Antiquariat von Michael Solder (siehe meine Linkliste) konnte mir ein preisgünstiges Exemplar beschaffen.
Meinen Dank dafür!

Mir wird also in der nächsten Zeit nicht langweilig werden…..

Angeregt durch verschiedene Blogartikel und YouTube-Videos habe ich angefangen mich für das Fantasygenre des Steampunk zu interessieren. Wie bei mir üblich, wenn ich mich einem neuen Thema annähere wurden also zuerst mal Bücher besorgt; in diesem Fall die ersten 3 Bände der Reihe “Der Bund der Alchemisten” von Greg Keyes.

In der Welt, die Grundlage des Romanzyklus ist, hat Isaac Newton nicht ds Gesetz der Gravitation und die Bewegungsgesetze entdeckt, sondern das Quecksilber der Weisen und damit die Alchemie zu beherrschenden Wissenschaft gemacht. Allerdings öffnet die fortgesetzte und immer intensivere Nutzung der Alchemie auch die Pforten zu einer anderen Dimension und die Wesenheiten dort sind der Menschheit nicht unbedingt freundlich gesinnt.

Als Frankreich im Krieg gegen England die Alchemie nutzt, um einen Kometen auf London zu stürzen und die Engländer dadurch endgültig in die Knie zu zwingen, öffnen sich die Pforten zwischen unserer Welt und der der Malakim noch weiter….

Mich fasziniert die Geschichte um eine alternative Realität . Es macht großen Spaß den Charakteren, die man zu einem Gutteil aus dem Geschichtsuntericht kennt in diese Alternativrealität zu folgen. Benjamin Franklin, als Lehrling von Isaac Newton, der große Mathematiker und Astronom als Alchemist und Esoteriker, Voltaire und Captain Blackbeard und all die Anderen sind sorgfältig ausgearbeitet und nie nur holzschnittartig gut oder böse. Inzwischen bin ich in der Mitte des zweiten Bandes angekommen und habe mich bisher noch nicht gelangweilt.

Der Bund der Alchemisten

Die Taschenbücher kommen in der bei Blanvalet üblichen Ausstattung, mit geprägten Einbänden daher und sind jeweils etwa 550 Seiten stark.

Das verspricht noch eine Weile ungetrübtes Lesevergnügen.

Über die Buchkolumne bin ich auf den Seitenzähl-Wettbewerb gestoßen. Das ist eine (hoffentlich) witzige Challenge,  bei der es darum geht, daß man sich eine bestimmte Anzahl Seiten vornimmt, die man im Laufe des Jahres 2010 lesen will.

Lesefutter

Ich habe mir dafür mal 30.000 Seiten vorgenommen. Aber selbst wenn ich an dieser Zahl scheitern sollte, so wird mich der Wettbewerb doch dazu bringen, daß ein oder andere Buch mehr zu lesen, einfach, weil ich vielleicht ihm eingedenk, eher zum Buch als zum Laptop greifen werde.

Den Link zum Wettbewerb findet ihr in der Sidebar unter “Lesechallenge”. Dort sind auch die “Regeln” erklärt.

Bisher habe ich folgende Bücher zu Ende gelesen (Liste wird fortgeführt)

1. Christian Gude “Binärcode” — 224 Seiten

2. Greg Keyes “Newtons Kanone” — 540 Seiten

3. Marius Weinbrenner “Das Eis ist dünn” — 49 Seiten

4. Pausanias “Beschreibung Griechenlands” — 734 Seiten

5. Roberto Saviano “Gomorrha” — 363 Seiten

6. Cordula Nussbaum “Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?” — 235 Seiten

7. Robert Jordan “Das Rad der Zeit – Bd1″ — 511 Seiten

8. Norbert Ohler “Sterben und Tod im Mittelalter” — 314 Seiten

9. Greg Keyes “Die Luftschiffe des Zaren” — 554 Seiten

10. Pierre Basieux “Die Welt als Spiel” — 244 Seiten

11. Gero v. Randow “Das Ziegenproblem”  — 193 Seiten

12. Greg Keyes “Das verborgene Reich” — 539 Seiten

13.Stephen Coote “English Literature of the Middle Ages” — 332 Seiten

14. Sergej Lukianenko “Das Schlangenschwert” — 640 Seiten

15. Greg Keyes “Der Schatten Gottes” — 478 Seiten

16. Robert von Ranke-Graves “Die weisse Göttin” — 592 Seiten

17. Sudhir Venkatesh “Underground Economy” — 331 Seiten

18. Burkhard Schröder “Tron – Tod eines Hackers” — 214 Seiten

19. Jonathan Barnes “Das Königshaus der Monster” — 396 Seiten

20. Helene Hanff “84, Charing Cross”  — 159 Seiten

21. Brent Weeks “Der Weg in die Schatten” — 702 Seiten

22. Neil Gaiman “American Gods” — 624 Seiten

23. Kögel  / Ludwig “Der BLV Tierführer Translunarien” — 111 Seiten

24. Gerhard Wagner “Schwein gehabt!” — 125 Seiten

25. Paul Hoffmann “Die Linke Hand Gottes” — 478 Seiten

26. Brent Weeks ” Am Rande der Schatten” — 704 Seiten

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